Tag 3 – Zweiter Schultag
Nach dem Frühstück (das wurde ab jetzt auch auf das nötigste
reduziert) ging es zurück an die Arbeit... Frühsport war angesagt und alles
Malz was wir gestern auf den Boden verteilt hatten musste einmal umgepflügt
werden. Dafür gibt es zwar eine elektrische Maschine, aber die steht eine Etage
drunter, also mit einer Art Riesenharke einmal um den Acker gepflügt.
Inzwischen wurde das Becken zum Einweichen (die Steeps) mit Wasser befüllt. Das
Korn dafür wurde gestern von Teilen unserer Gruppe mühsam mit der Schaufel
befüllt. Sicher gäbe es auch Möglichkeiten diese Arbeitsschritte zu
erleichtern, aber das ist eben Springbank... bloß kein neumodischer
Schnickschnack... Die Mitarbeiter verdrehen manchmal ein wenig die Augen wenn
es um das Thema geht...
| ...das Malz bei Laune halten... |
Die nächste Station des Arbeitstages bestand darin,
leere Fässer mit New Spirit zu befüllen. Daran beteiligt war unsere komplette
Gruppe und so richtig Zuckerschlecken war es nicht... Ich hatte den Job die
leeren Fässer zu öffnen, also das kleine Loch in der Mitte seitlich des Fasses.
Man benutzt eine Art Korkenzieher mit Hammereinrichtung. Etwa ab Fass 20 hatte
ich den Dreh raus, vorher hatte ich zeitweise erwartet, das jemand zu mir kommt
und mir sagt, ich soll das nicht wie ein Mädchen machen... es sah sicher ganz
putzig aus wie ich mir da einen abgebrochen habe... Wir bildeten eine Kette,
Fässer rein, Fässer auf, Fässer befüllen (in etwa wie an der Tankstelle),
Nummer auf das Fass pinseln, Nummer ansagen für die Bücher, Fässer zu, Fässer
raus. Da die Fässer aber auch nicht einfach dort stehen bleiben konnten, war es
unsere nächste Aufgabe, sie in Warehouse No.9 zu rollen. Der Gabelstapler wurde
gerade anderswo gebraucht. Die ersten 3 Fässer gingen noch, ab da wurde es
anstrengend... 250 Liter + Eigengewicht sind jetzt nicht ganz ohne... dann
kommt noch dazu das die Fässer stets mit der Öffnung nach oben stehen müssen,
damit man später nicht alles 5 mal drehen muß. Ein Teil der Fässer musste in
die obere Etage des Lagerhauses, was mit einem einfachen elektrischen
Flaschenzug passiert... so lange der nicht unterwegs die Grätsche macht... wie
just an diesem Tag.
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| Kuddelmuddel in Warehouse 9 |
Etwa 40 Fässer standen jetzt vorm Warehouse und es ging
nicht weiter. Nun musste ein Alternativplatz in eines der Racking Warehouses
frei gemacht werden... also Fässer raus, neue rein... Kuddelmuddel halt... Irgendwann
war dann gnädigerweise Mittag und danach ging es für mich zurück ins Stillhouse
bzw. an die Mashtun. Die erste Mash der Woche war bereit, also das gerade
hergestellte Malz wird drei mal gebadet. Aus einem Silo über der Maischtonne
kommt das Malz zusammen mit heißem Wasser, während ich es gefilmt hatte, wurde
ich ganz schön eingesaut... ein wenig als würde man angekotzt werden... Das Video ist die Mechanik der Mashtun im Trockenlauf... das zweite wie die Mash in die Tonne römert...
Zwischendurch ging es auch immer mal wieder an
die Brennblasen... mit denen war ich ja mittlerweile gut befreundet... Die
letzte Station des Arbeitstages war weniger anstrengend : Springbank Warehouse
Tasting.
Wir gingen mit Findley Ross, dem Leiter der Produktion durch eines der Lagerhäuser und einige Fässer wurden geöffnet, mit dem Vallinch in die Gläser mehr oder weniger großzügig ausgeschenkt. Dabei war ein etwa 20jähriger Hazelburn, zwei Kilkerrans aus sehr verschiedenen Fässern, ein 25jähriger Springbank, irgendein Longrow (vergessen welcher) ...das waren die Highlights... der Rest war auch gut. Ein schöner Abschluss des zweiten Arbeitstages, der es zeitweise in sich hatte. Abends gingen die jüngeren 4 unserer Gruppe (von denen ich der Opa war) noch auf ein paar Bier in die Stadt aber auch heute wurde nichts übertrieben... da steckte einiges in den Knochen... Fortsetzung folgt...
Wir gingen mit Findley Ross, dem Leiter der Produktion durch eines der Lagerhäuser und einige Fässer wurden geöffnet, mit dem Vallinch in die Gläser mehr oder weniger großzügig ausgeschenkt. Dabei war ein etwa 20jähriger Hazelburn, zwei Kilkerrans aus sehr verschiedenen Fässern, ein 25jähriger Springbank, irgendein Longrow (vergessen welcher) ...das waren die Highlights... der Rest war auch gut. Ein schöner Abschluss des zweiten Arbeitstages, der es zeitweise in sich hatte. Abends gingen die jüngeren 4 unserer Gruppe (von denen ich der Opa war) noch auf ein paar Bier in die Stadt aber auch heute wurde nichts übertrieben... da steckte einiges in den Knochen... Fortsetzung folgt...



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